11.09.2025 – Besuch des Phare d’Eckmühl, der GeschichtsträchtigeAls ich vor einem der beeindruckendsten Leuchttürme Europas stand – dem Phare d’Eckmühl aus dem Jahr 1897 –, spürte ich eine sehr vertraute Aufregung in mir. Ein Gefühl, das mich seit meiner Kindheit begleitet, immer dann, wenn ich einem so eindrucksvollen Leuchtturm begegne. Es zieht mich förmlich nach oben. Der Phare d’Eckmühl erhebt sich mit seinen 65 Metern majestätisch aus der bretonischen Landschaft. 307 Stufen führen hinauf zur Laterne – Stufe für Stufe dem Licht entgegen. Besonders berührt hat mich die Begegnung mit dem jungen Leuchtturmmann vor Ort. Wir machten ein gemeinsames Foto. Ich zeigte ihm „meinen“ Leuchtturm zu Hause in Warnemünde und erzählte von meiner Heimat. Wir verstanden zwar nicht jedes Wort, doch wir verstanden uns: mit Gesten, Lachen, Blicken – und mit der universellen Sprache der Leuchtturmleidenschaft. Dieser persönliche Moment war etwas ganz Besonderes für mich. Auch der Aufstieg über die offene Wendeltreppe mit ihren hellen Kacheln war eindrucksvoll. Schritt für Schritt nach oben, dem Licht entgegen. Im Inneren des Turms erinnert ein Raum an den Marschallprinzen von Eckmühl. Seine Tochter Adélaide ließ diesen Leuchtturm zu seinen Ehren errichten. Der Name führt zurück nach Eggmühl in Bayern, einem historischen Ort aus der Zeit Napoleons. Und dann öffnet sich der Blick aus schwindelerregender Höhe: Die raue Küste von Penmarc’h liegt einem zu Füßen. Tosendes Wellenrauschen, pfeifender Wind – und zugleich eine tiefe Stille. Rau, kraftvoll und doch unglaublich lebendig. Mit einem Hochgefühl setzte ich mich schließlich wieder in mein Wohnmobil Betzi und steuerte weiter entlang der bretonischen Küste, Richtung Norden. (Fotos: Privat) |